Bezirkliches Informationszentrum Marzahn

Bezirkliches Informationszentrum Marzahn
22
Dez

Allgemeine Gebäudedaten

Ort Berlin, Deutschland Nutzung Tourist-Info, Büro, Ausstellung, Veranstaltung
Baujahr 2017 Status Betrieb
Größe (BGF) 368,80 m² Nutzfläche 323,19 m²

 

Bauherr Architekt/Planer
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin, Wirtschaft und Stadtentwicklung Partner und Partner Architekten

Fachplaner:

Statik:  Ziegert Seiler Ingenieure

TGA:  HDH Ingenieure

Lanschaftsarchitekten: JUCA

Energieberater: ee-Concept


DAS GEBÄUDE

Neubau eines Bezirklichen Informationszentrums in Berlin Marzahn-Hellersdorf. Es besteht aus den drei Funktionseinheiten: Ausstellung/Veranstaltungsraum, Touristeninformation sowie Büro- und Nebenräume. Diese sind als solche formal eigenständige Gebäudevolumen ablesbar. Die Touristeninformation bildet das Zentrum. Sie fungiert als Eingang und Foyer und verbindet als „durchgestecktes, transparentes Zentrum“ sowohl die beiden anderen Gebäudeteile, als auch die Vorderseite, mit der dem Park zugewandten Seite. Dort bildet das Gebäude einen Platz aus und passt sich durch eine leichte Drehung der dortigen Wegeführung an. Der konzeptionelle Leitfaden beim Informationszentrum war es, einen baukulturellen Bezug zur Geschichte des Ortes herzustellen. Dies erfolgte sowohl auf konstruktiven, als auch auf gestalterischen Ebenen. Als Massivholzbau knüpft das Gebäude an die Tradition der industriellen Bauweise an, was sich in einer extrem kurzen Bauzeit widerspiegelte. Die Fassade zitiert die vom Bildhauer Karl-Heinz Adler in den 1970iger Jahren entwickelten Formsteinwände aus Beton, die als „Kunst am Bau“ ein prägendes Gestaltungselement im Stadtraum des Bezirkes sind. Das Prinzip der Formsteinwände wurde in eine vorgehängte Fassade aus eloxierten, diagonalgeknickten Aluminiumblechen übersetzt, bei der mit einer minimalen Anzahl von unterschiedlichen Elementen eine maximale gestalterische Vielfalt entstand. Die Fassade schafft einen intuitiven Bezug zum Ort und reflektiert das baukulturelle Erbe des Bezirkes unmittelbar. Auf soziokultureller Ebene knüpft das Gebäude somit an das bauhistorische Erbe Marzahn-Hellersdorfs an.

TECHNISCHE MERMAKLE

Das Wärme-Energiekonzept basiert auf einer Luftwärmepumpe und einem Flächenheizungssystem. Im Bereich der Ausstellungshalle wurde die Bodenplatte bauteilaktiviert. Dadurch konnte hier auf einen zusätzlichen Fußbodenaufbau verzichtet werden. Das Beleuchtungskonzept erfolgt auf LED Basis. Unterstützt wird das Energiekonzept durch eine 8400 KWp PV Anlage die neben dem Gebäude zwei ebike-Ladestationen mit Strom versorgt. Um den Eigenverbrauch zu erhöhen und bei Abendveranstaltungen selbsterzeugten Strom verwenden zu können, wird die Anlage durch einen 13,5KW Stromspeicher ergänzt.